2017: Fast 42.000 neue Jobs in einem Jahr

In einem Jahr sind in Belgien fast 42.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Dies ist aus den neusten Zahlen Bundesamt für soziale Sicherheit (RSZ) ersichtlich. Derzeit schafft vor allem die Privatwirtschaft in unserem Land die meisten neuen Arbeitsplätze. Überdies sind die meisten dieser neuen Beschäftigungen auch Ganztagsjobs oder Teilzeitjobs mit mehr Stunden, als ein Halbtagsvertrag bietet.

2017 war in Sachen Arbeitsmarkt ein gutes Jahr in Belgien. Nach der Analyse des letzten Quartals des Bundesamtes für soziale Sicherheit für das vergangene Jahr steht fest, dass zwischen Januar und Dezember genau 42.961 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Nach Angaben von Bundessozialministerin Maggie De Block (Open VLD) betrifft dieser Anstieg zu mehr als 90 % Ganztagsjobs und Teilzeitjobs, die über zwei Drittel-Verträge darstellen.

Laut De Block steige die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze in Belgien bereits seit geraumer Zeit und liege derzeit auf dem höchsten Stand seit 10 Jahren: „Seit dem Start der Regierung Michel (im Oktober 2014 (A.d.R.)) sind insgesamt 143.233 Jobs hinzugekommen.“ Die Ministerin sieht zwei Gründe dafür: Das erstarkende Wirtschaftswachstum und die Steuerreform, die die Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber erheblich sinken lassen.

Wo entstehen die neuen Jobs?

Der Anstieg betrifft zunächst alle Länder und Regionen in Belgien: Region Brüssel-Hauptstadt (+2%), Flandern (+1,4%) und Wallonien (+1,4%). Neue Arbeitsstellen konnten im vergangenen Jahr auf Ebene der Industrie, der Bauwirtschaft und auch der Dienstleistung - sowohl in der Privatwirtschaft, als auch im öffentlichen Dienst - geschaffen werden. Steigende Zahlen weisen auch die Pharmaindustrie und die Lebensmittel- und Getränkeindustrie auf. Am häufigsten vermittelt werden konnten Arbeitsuchende aus der Altersklasse der 25- bis 39-Jährigen und in der angeblich so schwer vermittelbaren Gruppe der 50- bis 64-Jährigen.

Nicht zuletzt steigt auch die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften. 2017 stieg hier die Nachfrage um 8% bei Arbeitern und um 6% bei den Angestellten. Die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften und Interimsjobs ist in Belgien ein deutlicher Indikator für positive Arbeitsmarkt- und Wirtschaftswerte. Nur ein Sektor in Belgien weist laut RZS negative Zahlen im Jobbereich auf. Das ist der Finanzsektor, sprich das Bankenwesen. Hier gingen mehr Jobs verloren, als neu hinzukamen. Ein wunder Punkt bleibt in Sachen Arbeitsmarkt in Belgien die Tatsache, dass viele offene Stellen, vor allem Jobs für Facharbeiter, unbesetzt bleiben.