2017 saßen 69 Personen zu Unrecht in U-Haft

In Belgien sind im vergangenen Jahr 69 Menschen zu Unrecht inhaftiert, bzw. in Untersuchungshaft genommen worden. Dies berichtet die frankophone Tageszeitung La Dernière Heure unter Berufung auf Zahlen aus dem Bundesjustiz in Brüssel. Justizminister Koen Geens (CD&V) teilte diese Zahlen auf eine parlamentarische Anfrage hin mit.
BELGA/VIDAL

Bei den Betroffenen handelt sich um Personen, die zwar in Untersuchungshaft genommen wurden, bei denen sich aber im Laufe von Ermittlungen ergab, dass sie keine Straftat begangen hatten. Die Justizbehörden mussten diesen Personen insgesamt 480.228 € an Entschädigungen zahlen. In den Jahren davor lag die Summe deutlich niedriger.

2016 mussten 44 Personen nach ungerechtfertigter U-Haft entschädigt werden, was den belgischen Staat rund 300.911 € kostete und im Jahr davor waren 49 Personen davon betroffenen, was damals 306.006 € vergütet wurde. 2014 wurden 52 Personen in Belgien unrechtmäßig zu Untersuchungshaft verdonnert, was die hiesige Justiz seinerzeit 335.897 € kostete.