Unfall mit Carsharing-Auto und gestohlener Identität

Das Carsharing-Unternehmen Poppy aus Antwerpen, dass durch seine knallroten Autos (Foto) bekannt ist, kündigt Maßnahmen gegen Missbrauch seiner Dienstleistung an. Grund dafür ist ein schwerer Unfall mit Fahrerflucht mit einem Poppy-Auto am Samstagabend in der Antwerpener Innenstadt.

Am Samstagabend raste ein Fahrer eines Poppy-Autos mit hohem Tempo bei Rot über die Kreuzung Jan De Voslei und Camille Huysmanslaan in Antwerpen, überschlug sich mehrmals und kam erst nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug zum Stehen.

Zeugen sahen, dass sich die vier Insassen durch das Fenster der Fahrertüre davon machten. Glücklicherweise kam bei dem Unfall niemand zu Schaden. Außer zwei Autos und einer Ampel hielt sich auch der Sachschaden in Grenzen. Und doch hätte dieser Unfall ungleich schwerere Folgen haben können. Ob es sich bei dem Fahrer um einen sogenannten Joyrider handelte oder ob sich dahinter ein illegales Autorennen verbarg, ist noch nicht geklärt und muss noch ermittelt werden.

Doch bei Poppy erwies sich, dass der Mieter des Unfallwagens unauffindbar ist. Offenbar wurde hier mit einer falschen Identität vorgegangen oder sogar mit einer gestohlenen Identität. Dagegen will sich das Carsharing-Unternehmen jetzt besser wappnen.

Es ist wohl nicht das erste Mal, dass ein Poppy-Fahrzeug von Joyridern genutzt und dabei in einen Unfall verwickelt wurde. Poppy will jetzt enger mit der Polizei zusammenarbeiten, um Kunden, die mit falscher oder gestohlener Identität aufzuspüren und aus dem Kundenbestand zu entfernen. Bei Poppy haben sich bisher rund 12.000 Mitglieder registrieren lassen, die ab und zu solch ein Fahrzeug nutzen.