Flandern exportierte 5 % mehr als im Vorjahr

Die flämischen Unternehmen haben im vergangenen Jahr für 317 Milliarden Euro Waren exportiert. Das ist fünf Prozent mehr als die 302 Milliarden Euro 2016 und ein neuer Rekord. Das teilte Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois mit.

Nicht nur konnte man jetzt zum achten Mal in Folge ein Plus verzeichnen, sondern Flandern ist mit einem Anteil von über 83,2 Prozent quasi alleiniger Exporteur belgischer Waren. Den Rest vom Kuchen teilen sich die Wallonie (14,2 Prozent) und die Hauptstadtregion Brüssel (2,5 Prozent).

Die meisten der flämischen Exporte (70,1 Prozent) gehen in EU-Länder, vor allem nach Deutschland, in die Niederlande, nach Frankreich, Großbritannien und Luxemburg. Aufgrund des anstehenden Brexits will Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA, Foto links) in der kommenden Woche mit wichtigen Akteuren zusammenkommen. Bourgeois plädiert für Zollfreiheit auch nach dem Brexit.

Was den europäischen Export außerhalb der EU angeht, verzeichnet Flandern Zuwächse in die Schweiz, die Türkei und nach Russland. Auch der Export nach Afrika, Asien und China ist gestiegen. Lediglich nach Amerika sind die Zahlen rückläufig und das um 13,9 Prozent. Allerdings ist dieser Rückgang nicht strukturell, heißt es.

Die Chemie- und die Pharmaindustrie sind die Hauptpfeiler der flämische Exportwirtschaft, gefolgt von Transportfahrzeugen, Maschinen und elektronischen Geräten. Doch nicht nur der Export befindet sich auf einem Rekordhoch. Auch der Import ausländischer Waren war im vergangenen Jahr mit fast 300 Milliarden so hoch wie noch nie.