Bald Hochschulstudien für islamische Lehrkräfte

Wer in einer Schule oder in einer Moschee im belgischen Bundesland Flandern islamischen Religionsunterricht geben will, der muss ein Fähigkeitszeugnis vorlegen können. Um einen entsprechenden Abschluss präsentieren zu können, bieten verschiedene flämische Hochschulen ab dem 1. September 2018 das Fach Islam an.

Flanderns Bildungsministerin Hilde Crevits (CD&V) hat sich mit dem flämischen Hochschulverband und mit der Moslemexekutive darauf einigen können, im Lehrplan von einigen Hochschulen das Fach Islamkunde aufzunehmen.

Dabei wurden Kriterien festgelegt, wie ein Islam-Unterricht ausgerichtet sein muss, um ein korrektes Diplom erzielen zu können, dass dazu befähigt, islamischen Religionsunterricht in einer Schule oder einer Moschee geben zu können.

Bildungsministerin Crevits will ein Hochschulstudium für angehende Islamlehrer allerdings nicht zur Pflicht machen. Derzeit folgen alleine in Flandern über 66.000 Schulkinder islamischem Religionsunterricht - etwa 39.000 Schulkinder in Grundschulen und über 26.000 in Sekundarschulen.

Ab dem 1. September 2018 bieten die Erasmus Hochschule in Brüssel, die UCLL Löwen-Limburg, Artesis Plantijn in Antwerpen und einige der Thomas More-Hochschulen in Flandern Islam-Unterricht an.

Ab dem gleichen Stichtag gilt die Ausbildung „Master in Weltreligionen, Option islamische Theologie und Religionswissenschaften“ der Katholischen Universität Löwen (KULeuven) ebenfalls als pädagogische Befähigung, um in Flandern islamische Religion zu unterrichten.