Frühmittelalterliche Gräber in Temse entdeckt

Im Tal der Durme sind auf Höhe von Temse in der Provinz Ostflandern bei Arbeiten am Flusslauf fast 50 Gräber aus dem frühen Mittelalter entdeckt worden. Die Universität von Gent untersucht diese einmaligen Friedhof im Zuge der Bauarbeiten. Derartige Funde sind im belgischen Bundesland Flandern äußerst selten.

Die Grabstätten im Durmetal stammen wohl aus dem 7. Jahrhundert und sie liegen innerhalb einer Fläche von über 500 m². Gräber aus dieser Zeit werden in Flandern sehr selten entdeckt.

In diesen Gräbern fanden die Archäologen auch viele Grabbeigaben, wie z.B. Schwerter, Messer und Schilde aber auch Broschen, Perlen und anderer Schmuck.

Im Frühmittelalter wurden die Verstorbenen noch, je nach Stand, in Grabkellern begraben. Später reichten einfach ausgehobene Löcher. Dieser Friedhof ist in dieser Region eine einmalige archäologische Entdeckung.

Diese Gräber können Historikern Aufschlüsse über den Totenkult und die Beerdigungsrituale im Mittelalter in Flandern bieten. Archäologen und Wissenschaftler der Genter Universität begleiten die Ausgrabungen.