Bald fahren die ersten E-Busse durch Brüssel

Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB wird am 1. Juni die neue Buslinie 33 einweihen. Das Besondere an dieser Linie ist nicht nur, dass sie die Oberstadt und die Unterstadt in der Hauptstadt verbindet, sondern dass sie mit elektrischen Bussen betrieben wird. Die Busse sollen tagsüber im 20 Minuten-Takt unterwegs sein und in ihrem Depot stehen sieben Strom-Zapfsäulen.

Die neuen E-Busse der Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft sind etwas kleiner als die herkömmlichen Dieselbusse. In einer ersten Phase ließ die MIVB/STIB sieben sogenannte „Citybusse“ beim Bushersteller Solaris bauen. Sie verfügen über 20 Sitzplätze und rund 22 Stehplätze. In diesen Tagen werden die Fahrzeuge zur Personalschulung und zur Analyse ihren tatsächlichen Fähigkeiten im Brüsseler Nahverkehr eingesetzt - allerdings ohne Fahrgäste.

Die Citybusse haben das Depot Jacques Brel als Standort, wo sieben Ladestationen eingerichtet wurden. Sie sind mit einer „overnight charging“-Technologie ausgerüstet, die es erlaubt, nachts aufgeladen zu werden. Der normale Ladevorgang soll 4,5 Stunden dauern, doch es ist auch möglich, einen 2,5-stündigen Schnellladevorgang durchzuführen. Mit voller Batterie haben die Busse eine Kapazität von 8 Stunden Einsatzzeit.

Mittelfristig will die MIVB/STIB ihre Flotte an E-Bussen ausbauen. Bis zu 37 elektrische Busse können in den nächsten Jahren in die Fahrpläne eigebracht werden. Ziel ist, innerhalb der kommenden Jahre den Fahrzeugbestand zu 100 % auf elektrischen oder Hybrid-Antrieb umzugestalten. Den Anfang macht ab dem 1. Juni die Citylinie 33 (auch Zukunftslinie genannt), die die Brüsseler Oberstadt via Louiza, Zavel und Dansaert mit der Unterstadt verbinden wird.