KVS in Brüssel setzt Brel-Musical neu in Szene

Die Königliche Flämische Schauburg (KVS) in Brüssel erweckt das Brel-Musical „L’Homme de la Mancha“ zu neuem Leben. 1968 hatte der Brüsseler Chansonnier Jacques Brel (Foto) dieses Musical frei nach „Don Quichote“ produziert und damit einen internationalen Erfolg erzielt. 50 Jahre danach bringt die KVS eine Neufassung dieser Produktion auf die Bühne.

Inszeniert wird die neue Version von „L’Homme de la Mancha“ von KVS-Direktor Michael De Cock und von Theaterregisseur, Schauspieler und Musiker Junior Mthombeni. Die Schauburg arbeitet hierbei mit dem Théâtre de Liège und mit der Brüsseler Münz-Oper als Co-Produzenten zusammen.

Das zentrale Thema der kommenden Saison der Königlichen Flämische Schauburg in Brüssel (kl. Foto) ist die Faszination. Kaum eine andere literarische Figur löst nach Ansicht von KVS-Direktor De Cock eine derartige Faszination aus, wie „Don Quichote“ und eine Neuinszenierung einer Produktion des Brüsseler Chansonniers Jacques Brel trägt zur Ausstrahlungskraft des Programms eines solchen Hauses natürlich erheblich bei.

Diese Produktion steht auch deutlich in Zusammenhang mit der Rolle, die die altehrwürdige Schauburg in Brüssel selbst einnimmt. Schließlich, so De Cock, „ist Brüssel die kosmopolitischste Stadt von Europ“ und eine solche Metropole brauche ein Stadttheater „von Menschen für Menschen.“ Um diese Rolle auszufüllen schaut die KVS aber auch weit über die Landesgrenzen hinaus.

Blick nach Lateinamerika

Neben belgischen (und flämischen) Produktionen von Wim Vandekeybus/Ultima Vez oder auch Josse De Pauw werden in den kommenden Jahren auch Schwerpunkte auf Lateinamerika gesetzt und zwar mit einem entsprechenden Festival und Theatergruppen aus Uruguay, Argentinien und Chile.