Wilmots vs. Courtois: "Verraten und verkauft"

Belgiens ehemaliger Fußball-Nationaltrainer Marc Wilmots (Foto) erhob in einem Interview mit einem französischen Sportsender schwere Vorwürfe gegen den Vater von Nationaltorhüter Thibaut Courtois. Thierry Courtois habe bei der EM in Frankreich vor zwei Jahren seine Aufstellung für die Spiele gegen Italien und Wales verkauft und verraten und damit den „Roten Teufeln“ geschadet, so Wilmots.

Während der Europameisterschaft in Frankreich waren sich Trainer Wilmots und Keeper Courtois einige Male uneins bei der Aufstellung der Mannschaften und bei der taktischen Planung. Dies war auch bei den Spielen der Toten Teufel gegen Italien (verloren mit 0:2) und gegen Wales (verloren mit 1:3) der Fall.

Die beiden hatten sich auch jeweils nach diesen Niederlagen gestritten. Gegenüber dem französischen Fernsehsender „BeIN Sports“ sagte Wilmots jetzt, zwei Jahre später, dass Thibaut Courtois damals sehr frustriert gewesen sei. Dafür habe er durchaus Verständnis.

Das aber die Taktik und die Mannschaftsaufstellung, die er, Wilmots, um 18 Uhr jeweils vor den Begegnungen vorgelegt habe, bereits eine Viertelstunde später in den Sozialen Medien veröffentlicht wurden, sei ein Problem für ihn.

Für das ehemalige Schalker „Kampfschwein“ Wilmots, der nach der verpatzten EM der Roten Teufel in Frankreich entlassen wurde, ist klar, dass nur ein Spieler Taktik und Aufstellung an die Öffentlichkeit habe bringen können: „Das ist extrem ärgerlich und ein Verrat am Land. Französische Journalisten haben Beweise dafür, dass es der Vater von Courtois war, der die Presse informierte und die Aufstellung verkaufte. Das bot unseren Gegnern einen enormen Vorteil gegen uns.“

Vater und Sohn Courtois wiesen die Anschuldigungen von Marc Wilmots entschieden zurück. Am Dienstag kündigte Thierry Courtois an, er und sein Sohn hätten Anzeige gegen Marc Wilmots wegen Verleumdung und übler Nachrede angezeigt. Fortsetzung folgt…