König Philippe sprach vor West Point-Kadetten

Am dritten und letzten Tag des New York-Besuchs des belgischen Königspaars sprach König Philippe vor hunderten Kadetten der amerikanischen Armee-Akademie West Point. Hier erinnerte er an die traditionsreiche Freundschaft zwischen Belgien und Amerika und er huldigte den US-Soldaten, die während des Ersten Weltkriegs auf den belgischen Schlachtfeldern kämpfen mussten.

Vor knapp 100 Jahren, am 24. Oktober 1919, hatte König Albert I. zum Anlass des Endes des Ersten Weltkriegs in West Point eine Ansprache vor Kadetten gehalten. Seit dem ist König Philippe der erste belgische Monarch, dem diese Ehre zuteilwurde.

Der belgische König erinnerte in seiner Rede vor hunderten Offiziersanwärtern bei der US-Armee an die Opfer, die ihre Kameraden während der beiden Weltkriege in und für Belgien und Europa gebracht hatten: „Im Namen des belgischen Volkes möchte ich noch einmal unseren Dank gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika aussprechen. Wir werden die Solidarität und das Heldentum der Amerikaner, die für unsere Freiheit kämpften, niemals vergessen.“

Amerika und seine Armee teile in Sachen Demokratie und Freiheit die gleichen Werte wie Belgien, so Philippe weiter. Er bedankte sich noch einmal für dass, was die USA für sein Land, Belgien, getan habe und er gratulierte den Kadetten in West Point für ihre Entscheidung, diesen Weg einzuschlagen, um später „Freunde und Wächter des Friedens zu werden.“

Vor seiner Ansprache vor hunderten angehenden Offiziersanwärtern im Abschlussjahr in West Point sprach sich König Philippe übrigens einer Tradition folgend, für eine Amnestie für Rekruten aus, die sich kleiner Vergehen, wie eine nicht sitzende Uniform, schuldig gemacht haben. Es ist ausländischen Staatsoberhäuptern vorbehalten, eine solche Amnestie auszusprechen. Dies brachte dem belgischen Monarchen prompt den Jubel von rund 4.500 West Point-Kadetten ein, die jetzt eine Zeit lang nicht mehr stundenlang laufen oder pumpen müssen...