Lidl-Streik beendet: Läden wieder geöffnet

Der Streik beim deutschen Discounter Lidl in Belgien ist zu Ende. Die Direktion und die Gewerkschaften konnten sich am Dienstag im Rahmen einer Schlichtung auf ein Abkommen einigen, dass ein Ende des sieben Tage andauernden Sozialkonflikts herbeiführte. In einer ersten Phase wird in jeder belgischen Lidl-Filiale zusätzliches Personal eingestellt gestellt. Seit Mittwochmorgen sind alle Märkte wieder geöffnet.

Der Sozialkonflikt bei Lidl ist vorläufig beendet. Seit Mittwochfrüh sind alle Filialen wieder geöffnet. Sechs Stunden lang verhandelten Direktion und Gewerkschaften am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, unter Vermittlung eines Schlichters, um eine Lösung des Sozialkonflikts zu finden. Sechs Tage lang streikten viele Mitarbeiter in den Lidl-Filialen in unserem Land wegen eines zu hohen Arbeitsdrucks. Hierbei ging es also nicht um die Bezahlung der Belegschaft, sondern um einen Personalmangel in den einzelnen Supermärkten.

Die am Dienstag beschlossene Vereinbarung hat zur Folge, dass jede Filiale bekommt zusätzliches Personal bekommt. Das bedeutet konkret, dass pro Woche Personal für 42 Stunden zusätzlich zur Verfügung stehen wird. Die zusätzlichen Mitarbeiter werden so schnell wie möglich eingesetzt werden. Diese Maßnahme ist allerdings nur eine Vorstufe zu einem umfassenden Tarifabkommen für Lidl Belgien, dass in den kommenden Wochen und Monaten zustande kommen muss, so die Vereinbarung zwischen den Tarifpartnern.

Ursprünglich galt hier eine Frist von sechs Monaten, die jedoch im Abschlussabkommen wieder gestrichen wurde. Ganz einig waren sich die drei verhandelnden Gewerkschaften hier nicht, denn einige Beteiligte befürchten, dass die Lidl-Direktion die entsprechenden Verhandlungen vor sich herschieben könnte. Im noch zu verhandelnden Tarifabkommen für den belgischen Ableger des deutschen Discounters sollen konkret die schwerwiegenden Struktur- und Personalprobleme bei Lidl beseitigt werden. Wichtigster Punkt hierbei ist der Abbau des hohen Arbeitsdrucks für das Personal in den einzelnen Filialen.

Die Folgen des Streiks

Jetzt können bis auf weiteres wieder alle Filialen geöffnet werden und auch die Blockaden der einzelnen regionalen Vertriebszentren und Lager bei Lidl wurden beendet. Der Streil dauerte sechs Tage lang. Das bedeutet, dass tonnenweise Lebensmittel nicht verkauft werden konnten und der Vernichtung zugeführt werden müssen.

Dabei handelt es sich in erster Linie um Fleisch- oder Milchprodukte. Obst und Gemüse wurde, wenn möglich, an Lebensmittelbanken abgegeben. Überdies senkten die Lieferanten ihre Lieferungen. Lidl fuhr während dieses Streiks einen Millionenverlust ein und auch Lieferanten mussten Verluste hinnehmen.