Mali: Belgische Soldaten auf UN-Friedensmission

In diesen Tagen brechen 65 weitere Soldaten der belgischen Armee in Richtung Mali auf. Sie nehmen dort an der UN-Friedensmission „Minusma“ teil, die die Bevölkerung in Teilen des afrikanischen Landes vor islamistischen Rebellengruppen schützen soll.

Am 20. April gab der Ministerrat der belgischen Bundesregierung grünes Licht für die Ausweitung der belgischen Teilnahme an dieser Friedensmission der Vereinten Nationen. Diese Mission, die bereits seit einigen Jahren läuft, ist nicht unbedingt ungefährlich.

Derzeit stellen Länder aus der ganzen Welt Blauhelmsoldaten für diese brenzlige Mission in Westafrika. Insgesamt sind derzeit etwa 13.000 Soldaten hier im Einsatz. Bisher verloren schon über 150 Blauhelme ihr Leben im Rahmen dieser Mission. Darunter sind auch zwei Hubschrauberpiloten der deutschen Bundeswehr.

Am vergangenen Montag machten sich 65 belgische Soldaten an Bord einer Transportmaschine vom Typ C-130 „Transall“ in Richtung Mali auf. Doch eigentlich ist die belgische Armee schon etwas länger in Mali im Einsatz. In Gao sind zwei belgische Hubschrauber der belgischen Luftwaffe und rund 100 Soldaten stationiert.

In der vergangenen Woche rückte zum ersten Mal offiziell ein Hubschrauber vom Typ NH-90 (kl. Foto) in Mali aus, und zwar um die Evakuierung eines verletzten deutschen Soldaten in der Nähe von Gao im Nordosten Malis zu begleiten.

Der Bundeswehrsoldat wurde in einem deutschen Hubschrauber vom gleichen Typ transportiert und die Belgier gaben her Begleitschutz. Der NH-90 gilt als die „fliegende Ambulanz“ der Belgier und der Deutschen in Mali.

Brutstätte des islamischen Terrors

Belgien und Deutschland arbeiten in Mali im Rahmen der UN-Mission „Minusma“ eng zusammen. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist der Kontakt zur lokalen Bevölkerung. Dschihadistische Rebellen sind seit rund 5 Jahren im Norden Malis aktiv. Sie können dort aus der Jugend der Bevölkerung leicht Kämpfer rekrutieren, die auch mit hohen Löhnen angelockt werden. Angesichts der Tatsache, dass es dort so gut wie keine Arbeit gibt, ist die Verlockung groß…