Wissenschaft: Ein Baum mit fünf Apfelsorten

Züchtern der Nationalen Baumgarten-Stiftung ist gelungen, einen Baum mit fünf verschiedenen Apfelsorten zu züchten. Am 1. Mai pflanzten sie diesen Baum im Rahmen des „Gartentages“ des VRT-Senders Radio 2 im Freilichtmuseum von Bokrijk bei Genk in der flämischen Provinz Limburg ein. Die Züchtung dieses Baums kein leichtes Unterfangen. Bei den Äpfeln handelt es sich um alte und typisch belgische Apfelsorten.

Paul Van Laer von der Nationalen Baumgarten-Stiftung sagte, dass diese Züchtung eine Aufgabe von langem Atem war: „Wenn man einen Baum mit fünf verschiedenen Apfelsorten haben will, dann braucht man als erstes einen Unterstamm, an dem die anderen vier Stämme anwachsen können. Zusammen mit dem ursprünglichen Stamm kommen so fünf verschiedene Sorten beieinander.“

Für diese Zucht suchten die Gärtner nach einem Stamm eines Apfelbaums mit Wurzel, der schon Äpfel getragen hatte. Zudem fanden sie Apfelbaumsorten, deren Blütezeit in etwa übereinstimmt, damit sie sich gegenseitig „optimal bestäuben konnten“.

Bei den so angebauten Apfelsorten handelt es sich jeweils im alte flämische Sorten, die zudem typisch für jede der fünf Provinzen im belgischen Bundesland Flandern sind: Der Keuleman (uit Limburg), der Keiing (Antwerpen), die Reinette Hernaut (Flämisch-Brabant), der Trezeke Meyers, (Ostflandern) und der Essching (Westflandern).

Alle Apfelarten sollen ihre eigenen Eigenschaften behalten, auch wenn sie an nur einem Baum wachsen. Mit einer ersten Ernte rechnen die Züchter schon 2019.