Schuster Robin, Retter der Heilig-Blut-Prozession

Robin Saunders (Foto), ein Schuster aus Brügge, gilt in diesen Tagen als der „rettende Engel“ der Heilig-Blut-Prozession in seiner Stadt. Er sorgt derzeit dafür, dass sich die Teilnehmer der Prozession in Zukunft keine Blasen mehr laufen, denn die neuen Sandalen für die Schauspieler und Statisten sind an der Ferse zu hoch und sorgen für Blasen und Schnittwunden…

Der Trägerverein der Heilig-Blut-Prozession in Brügge hatte unlängst erst mehrere Hundert neue Sandalen für diese Veranstaltung abgekauft und dafür rund 33.000 € gezahlt. Doch bei den ersten Anproben erwiesen sich diese neue Sandalen als „störanfällig“ für die Füße. Bei Proben zur Prozession zogen sich viele der Statisten Wunden an den Fersen zu.

Schuster Robin Saunders aus Sint-Kruis bei Brügge passt die Sandalen jetzt alle an und verkürzt die Höhe der Fersenstücke der Schuhe an: „Ich habe schon 500 Sandalen angepasst und habe noch weitere 500 vor mit.“

Robin wird zweifellos zeitig zur Heilig-Blut-Prozession mit seinem „Schuhwerk“ fertig sein, doch am Stichtag 10. Mai wird er nicht in Brügge sein, um der christlichen Traditionsveranstaltung beizuwohnen. Er habe seiner Frau versprochen, ein Wochenende in Urlaub zu fahren: „Dann werde ich auf nackten Füßen laufen…“

Die Heilig-Blut-Prozession in Brügge, bei der zahlreiche Statisten und Prunkwagen sowie Pferde den Schrein des Heiligen Blutes durch die historische Stadt begleiten, ist bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt und gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Jährlich schauen zwischen 35.000 und 40.000 Zuschauer aus der ganzen Welt dieser Prozession zu.