InSight: Mars-Mission mit belgischer Beteiligung

Am Samstagmittag, belgische Zeit, ist der Lander "InSight" an Bord einer "Atlas"-Trägerrakete erfolgreich von der Vandenberg Air Force Base im US-Bundesstaat Kalifornien in Richtung Mars gestartet. Ende November soll "InSight" auf dem Mars landen. Die Nasa will versuchen, den Planeten Mars auch von innen zu analysieren. Helfen werden dabei Mitarbeiter der Königlichen Sternenwacht in Belgien.

"Herauszufinden, wie das Innere eines Planeten aussieht ist wichtig, denn dort befindet sich der Motor für alles, was auf der Oberfläche passiert. Auch beim Mars.", so Tim Van Hoolst am Samstagmorgen gegenüber VRT NWS. InSight hat jetzt eine Reise von 485 Mio. Kilometern vor sich und soll im Prinzip am 26. November 2018 dort ankommen.

Dort wird der Lander mehrere Experimente durchführen, mit denen untersucht wird, die der Mars in seinem Inneren aussieht, so der sternenkundige Wissenschaftler weiter: "Alle vorherigen Mars-Missionen haben die Atmosphäre und die Oberfläche des Planeten untersucht. Dies ist das erste Mal, dass man das Innere erforschen wird." InSight steht übrigens für "Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport".

Die Wissenschaftler der Königlichen Sternenwacht aus Ukkel in Brüssel nehmen an den Forschungen mit einem Seismografen teil, wie er auf der Erde gebraucht wird, um Erdbeben festzustellen. Die damit eingefangenen Daten werden vom Lander InSight aus als Radiowellen nach Brüssel gesendet. Damit werden die Wissenschaftler dort die Rotation bei der Drehung des Mars messen, um festzustellen, ob der Planet in seinem Inneren, genau wie die Erde, auch Flüssigkeit aufweist.

"Das ist wie bei einem Ei.", so Tim Van Hoolst. "Will man wissen, ob es roh oder gekocht ist, muss man es drehen lassen. Genauso wollen wir rausfinden, ob der Kern des Planeten flüssig oder fest ist."