LKW sicherer und grüner: Flandern gibt Zuschüsse

Die flämische Landesregierung erinnert daran, dass derzeit noch erhebliche Summen an Zuschüssen für Transportunternehmen, die ihren Fuhrpark sicherer und umweltfreundlicher machen wollen, nicht abgerufen worden sind. Von den 36 Mio. €, die Flandern 2017 dazu freimachte, sind erst 11. Mio. € verteilt worden, sagte Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA).

In der Jahresmitte 2017 machte Flandern Zuschüsse frei, mit denen die Transportunternehmen aus der Region zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für ihre Lastwagen finanzieren können bzw. den Schadstoffausstoße senken können, um ihren Fuhrpark umweltfreundlicher zu gestalten. Jährlich stehen hierfür 36 Mio. € aus der flämischen Landeskasse zur Verfügung.

Doch offenbar sind Flanderns Fuhrunternehmer nicht wirklich daran interessiert, denn alleine aus dem Zuschusstopf für 2017 sind bisher lediglich 11 Mio. € beantragt und bewilligt worden. Dabei können mit diesen Geldern Bereiche, wie Spiegel gegen den toten Winkel, Alkoholschlösser oder Frontkameras ebenso finanziert werden, wie zusätzliche Rußfilter oder technische Lösungen für ein Senken des Verbrauchs.

Nicht zuletzt sollen auch technische Eingriffe bezuschusst werden, mit denen die LKW auch positiv auf die Umwelt umgestaltet werden können. Das betrifft zum Beispiel geräuscharme Reifen oder Ladeklappen, die kaum Krach machen. Damit können, wie die Landesregierung andeutet, auch sogenannte „stille Lieferungen“ nachts oder am Tagesrand erfolgen.

Landesverkehrsminister Weyts ruft jetzt in erster Linie kleinere mittelständische Transportbetriebe dazu auf, solche Zuschüsse zu beantragen. Mit den Geldern können bis zu 80 % der Investitionen finanziert werden. Aber, Flandern muss hier EU-Recht berücksichtigen. Das bedeutet, dass ein Unternehmen Anrecht auf eine maximale Zuschusssumme über 100.000 € für drei Jahre hat.