Belgiens Pilotprojekt im Kampf gegen Burnout

Belgiens Regierung startet ein Pilotprojekt im Kampf gegen Burnout. Das hat Gesundheitsministerin Maggie De Block am Montag im französischsprachigen Sender RTBF angekündigt.

Der neue Plan soll im November 2018 umgesetzt werden. Neben einer individuellen Betreuung sieht der Plan auch eine Behandlung und Therapie vor. 

Das sei ein erster Schritt in Richtung Anerkennung des Problems Burnout in Verbindung mit der Arbeit, so die Ministerin. 

Das Pilotprojekt richtet sich an Arbeitnehmer, die erste Anzeichen für ein Burnout haben und aus diesem Grund wiederholt bei der Arbeit fehlen. Ziel ist, dass die Betroffenen ihre Arbeit weiterführen oder so schnell wie möglich wieder aufnehmen können.

Bis zu 17 'Sprechstunden' seien zunächst für 300 bis 1.000 Personen vorgesehen, die im Finanzsektor und im Gesundheitswesen arbeiten. Dort seien die meisten Beschäftigten vom Burnout betroffen.

Die Kosten für die Behandlung werden übernommen. Für das Projekt werden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zunächst muss der behandelnde Haus- oder Betriebsarzt einen Psychologen der zuständigen föderalen Behörde benachrichtigen. Der Psychologe entscheidet dann, ob erste Anzeichen eines Burnouts vorliegen.