Ex-Motocross-Weltmeister Geboers tot aus Binnenmeer geborgen

Der frühere Motocross-Weltmeister Eric Geboers ist an diesem Montag tot im Binnenmeer Miramar in Mol gefunden worden. Er war am Sonntagabend von einem Sportboot ins Wasser gesprungen, um einen Hund vor dem Ertrinken zu retten. Der Limburger, der während seiner Motocross-Karriere fünf mal Weltmeister in den drei verschiedenen Kategorien wurde, wurde 55 Jahre alt. Im Jahr 1988 wurde er zum Sportler des Jahres gewählt. Im Alter von 28 Jahren beendete er 1990 seine Karriere.

Eric Geboers wurde am 5. August 1962 in der nordlimburgischen Gemeinde Neerpelt geboren.

"The Kid", wie er auch genannt wurde, löste in den 80er Jahren seinen Bruder an der Weltspitze des Motocross ab. Seinen ersten Grand Prix gewann er mit knapp 17 Jahren im April 1980 in Frankreich. Er wurde damit zu diesem Zeitpunkt der jüngste Grand Prix-Sieger überhaupt. Geboers wurde danach der erste Weltmeister in allen drei Kategorien. Insgesamt holte er 39 Große Preise. 1988 wurde er zum Sportler des Jahres gewählt. Er bekam zudem den belgischen Pokal für Sportverdienste. 1990, nach seinem fünften Welttitel mit einer Siegesfeier auf der Zitadelle von Namur, beendete Geboers überraschend mit gerade einmal 28 Jahren seine aktive Motocross-Karriere. "Mental war es vorbei", lautete seine Erklärung.

Nach seiner sportlichen Karriere stürzte sich der Limburger mit dem Hubschrauberunternehmen EG Heliservice in die Unternehmerwelt. Doch er hatte keinen Erfolg und 2004 ging das Unternehmen Bankrott. Geboers fand den Weg zurück zum Motorsport.

Er wurde Teammanager beim Suzuki-Fabriksteam seines Bruders Sylvain. Vor zweieinhalb Jahren übernahm Stefan Everts das Team.

Eric Geboers veranstaltete auch seit 2007 den Großen Preis von Belgien Motocross in Lommel und setzte sich aktiv für den Motocross-Sport ein.