Mit biol. Bakterien gegen Eichen-Prozessionsspinner

Im Norden der flämischen Provinz Limburg beginnt in diesen Tagen wieder der alljährliche Kampf gegen die Eichen-Prozessionsspinner. Diese Raupenart frisst zum einen Eichen und Buchen kahl und zum anderen rufen ihre Härchen brennende Verletzungen und unter Umständen heftige Allergien aus. Diese Raupen sind eigentlich Nachtfalter, wenn sie überleben…

Mitarbeiter des Naturzentrums der Provinz Limburg beobachten die Entwicklung der Raupenlarven und der Raupen selbst, um zu einem bestimmten Augenblick mit einem biologischen Mittel gegen die Eichen-Prozessionsspinner vorzugehen. Zur präventiven Anwendung kommt hier eine bestimmte natürliche Bakterie (Bacillus thuringiensis).

Wichtig sei hier, so lange zu warten, bis die Raupen zu essen beginnen. Wenn sie sich über die Blätter hermachen, in denen zuvor ihre Larven abgelegt waren, fressen sie die Bakterie mit und verenden. Zu lange warten dürfe man nicht, denn dann würden die Raupen stärker und resistenter.

Die Bakterie Bacillus thuringiensis darf übrigens nicht einfach so eingesetzt werden. Dazu braucht es eine Zustimmung der EU-Behörden. Reicht das Mittel nicht aus, werden später härtere Maßnahmen ergriffen, wie z.B. das Verbrennen der Raupen. Dies jedoch soll weitgehend vermieden werden.

Nach jahrelangem Kampf ist der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) weitgehend wieder aus Limburg verschwunden. Derzeit kommt er fast nur noch im Norden der Provinz, in der Umgebung der Gemeinden Kinrooi, Bree, Maaseik und Bocholt vor. Andere Landesteile in Flandern wurden bisher von dieser Plage verschont.