Schuss: Panik am Bahnhof Brüssel Süd/Midi

Am späten Mittwochnachmittag wurden Teile des Brüsseler Bahnhof Süd/Midi evakuiert. Der Grund war eine Panik, die nach einem Schuss auf einem der Bahnsteige ausgebrochen war. Zwei Bahnsteige wurden geräumt und der Bahnverkehr kam mitten in der abendlichen Stoßzeit kurz zum erliegen.

Ersten Meldungen am Mittwochabend zufolge hatten Zeugen einen Knall gehört und andere Befragte sprachen von zwei Detonationen. Auf jeden Fall lösten die Geräusche eine kleine Panik aus und viele Reisende flüchteten aus dem Bahnhof hinaus.

Sofort dachten viele an die Szenen nach Anschlägen oder Anschlagsversuchen in der Vergangenheit. Die Polizei evakuierte das Gebäude denn auch schnell, zumindest in Teilbereichen und nahm Ermittlungen auf.

Im Laufe des Mittwochabends teilte die Brüsseler Staatsanwaltschaft mit, dass auf den Bildern von Überwachungskameras ein Mann zu sehen sei, der mit einer Handfeuerwaffe einen Schuss auf den Boden auf einem Bahnsteig abgegeben habe.

Zuvor habe die Person, die bereits identifiziert und polizeilich bekannt sei, einen Streit mit anderen Männern gehabt. Nach dem Schuss verließ der Schütze den Bahnhof rasch. Nach ihm werde noch gefahndet, hieß es dazu. Seihe Waffe konnte kurz nach dem Vorfall bereits gefunden werden.

Noch am Abend konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden, doch viele Züge hatten bereits lange Verspätungen. Der Bahnsteig, an dem der Schuss gefallen war, blieb wegen der Ermittlungen noch weiter gesperrt.

Nach dem Verhör von Zeugen und Beteiligten kam offenbar heraus, dass es sich bei dem Streit vor dem Schuss um eine Fehde handelt, die seit Jahren zwischen zwei Familienclans herrscht.