Weiter Streiks in einigen Carrefour-Märkten

Auch an diesem Freitag, ein Brückentag zwischen Christi-Himmelfahrt und dem Wochenende bleiben einige Supermärkte der Carrefour-Gruppe dicht, weil die Personale streiken. Dies ist die Folge von einem Sozialkonflikt nach einer Ankündigung der Mestdagh-Gruppe, die die Märkte betreibt, Personal abbauen zu wollen, bei gleichzeitiger Verlängerung von Öffnungszeiten.

Insgesamt blieben am Freitagmorgen 17 Carrefour-Supermärkte in Belgien geschlossen: Vier davon in Flandern, drei in der Region Brüssel-Hauptstadt und 10 in Wallonien. Davon betroffen sind nur Märkte, die Mestdagh selbst betreibt. In Franchise betriebene Warenhäuser sind nicht davon betroffen.

Damit wollen die Gewerkschaften Druck auf die Direktion von Carrefour und von Mestdagh ausüben. Das allerdings kommt dort nicht gut an. Carrefour-Sprecher Baptiste Van Outryve sagte dazu, der Vorwurf, dass wegen uns die Verhandlungen nicht laufen, ist weit hergeholt. Wir haben die Agenda mit den Gewerkschaften abgesprochen. Dass die Gewerkschaften schneller Erfolge erzielen wollen, halten wir allerdings für eine gute Sache.“

Die Gewerkschaften geben an, keinen Aufruf zu Arbeitsniederlegungen lanciert zu haben, doch auch das Personal der Warenhäuser wolle wissen, woran es sei und gebe mit den Streiks am Freitag zu verstehen, dass es schnell gehen solle.