Weyts: "Mehr Parkplätze am Brüsseler Rand"

Flanderns Verkehrsminister Ben Weyts (N-VA - Foto) investiert in weitere Parkplätze aber auch in deutlich mehr Fahrradständer an den Bahnhöfen und den Haltestellen für Busse und Trams im Brüsseler Umland, genauer am „Flämischen Rand“ um die belgische Hauptstadt, für die er als Landesminister ebenfalls zuständig ist. Ziel ist, mehr Menschen dazu zu bewegen, auf dem Weg nach Brüssel in die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen.

„Wir möchten die Leute dazu bringen, sich für eine Kombination aus Fahrrad, Straßenbahn, Eisenbahn oder Bus zu entscheiden. Damit muss man nicht mehr im Stau in Richtung Brüssel stehen.“, so Flanderns Verkehrsminister Weyts, der dazu rund 30 Mio. € aus der Landeskasse investieren will.

Mit diesen Mitteln soll die Zahl der Pendlerparkplätze an Bahn- oder Bushaltestellen im flämischen Umland von Brüssel (Provinz Flämisch-Brabant) von derzeit 5.100 Einheiten auf bis zu 11.000 verdoppelt werden. Die Zahl der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder soll sogar von jetzt noch 3.600 Fahrradständern auf bis zu 11.600 Stellplätze erhöht werden.

Die flämische Landesregierung will damit die elendigen Staus im Brüsseler Umland einschränken. Das Autofahren verbieten könne man nicht so Weyts, wohl aber die Pendler dazu verleiten, Alternativen zu suchen. Dies könne man nur, wenn man Möglichkeiten dazu anbietet, zumindest für einen Teil des Weges zur Arbeit und wieder nach Hause.

Auch in Brüssel selbst

In den kommenden drei Jahren sollen konkrete Arbeiten an 14 der 45 Stationen für die Bahn und für Straßenbahnen beginnen. Verkehrsminister Weyts ist davon überzeugt, dass sein Plan funktionieren wird: „40 bis 50 % der arbeitenden Bevölkerung am Flämischen Rand pendelt jeden Tag nach Brüssel und dies vor allem mit dem Auto. Die Investierung in Kombiparkplätze wird dies verändern.“

Gleichzeitig erhöht auch die Brüsseler Regionalregierung die Zahl der Stell- und Parkplätze an den Haltestellen für Busse und Bahnen rund um das Stadtzentrum herum. Innerhalb der Hauptstadt-Region haben die Mobilitätsverantwortlichen die gleichen Probleme, wie der Flämische Rand um Brüssel.