"Null-Toleranz bei Gewalt gegen Homosexuelle"

Belgiens Staatssekretärin für Chancengleichheit, Armutsbekämpfung, Wissenschaftspolitik und Großstädte, Demir Zuhal (N-VA - Foto), kündigte an, dass Polizei und Justiz in Zukunft strenger gegen Gewalt vorgehen, die sich gegen Homosexuelle und Transgender richtet.

In ihrem neuen Aktionsplan gegen Gewalt gegen Homosexuelle und Transgender kündigt Zuhal Demir laut Het Nieuwsblad in dieser Woche eine Null-Toleranz-Haltung gegen entsprechende Verstöße und harte Strafen für Diskriminierung an.

Einer kürzlich durchgeführten Umfrage im belgischen Bundesland Flandern zufolge fühlen sich vier von zehn homosexuellen Jugendlichen, die sich in dieser Hinsicht geoutet haben, in ihren Sekundarschulen nicht mehr sicher.

Çavaria, der Interessenverband von Homosexuellen und Transgendern in Flandern, hatte die Umfrage durchführten lassen. Ein Viertel der Befragten zu dieser Studie gab an, sogar schon Opfer von physischer Gewalt geworden zu sein. Alle Befragten erklärten, dass sie bereits mehrmals negative, beleidigende und verletzende Kommentare aufgrund ihrer sexuellen Orientierung über sich ergehen lassen mussten.

Staatssekretärin Demir sagte dazu, dass Gewalt gegen Homosexuelle oder Transgender Gewalt gegen die Bevölkerung sei und dass dies nicht akzeptiert werden könne. Zudem steige die Gewalt gegen diesen Personenkreis. Demir kündigte in ihrem Aktionsplan an, sowohl präventiv, als auch repressiv vorgehen zu wollen.

Polizisten sollten entsprechend geschult werden und es soll ein zentrales und nationales Kontaktzentrum eingerichtet werden, bei dem alle Vorkommnisse und Straftaten gemeldet und konzentriert werden können.