Limburg macht sich Sorgen um den Verlauf der Maas

In Meers in der flämischen Provinz Limburg haben in diesen Tagen dringend notwendige Arbeiten am Verlauf der „Alten Maas“ begonnen. Die Maas strömt zwischen Meers und Maasmechelen plötzlich nicht mehr durch ihr angestammtes Flussbett, durch das sogenannte „Sommerbett“. Grund sind wohl Erosionen nach Ausbauarbeiten an der Maas im niederländischen Maastricht.

Zwischen Meers und Maasmechelen, unweit der Grenze der flämischen Provinz Limburg und der niederländischen Provinz Südlimburg, verläuft der Weg der Maas eigentlich in einem großen Bogen, doch seit kurzem hat der Fluss hier seinen normalen Verlauf verlassen. Grund dafür könnte eine Form der Erosion sein, die durch Ausbauarbeiten auf dem schiffbaren Bereich im nahegelegenen südniederländischen Maastricht ausgelöst wird.

Auf jeden Fall schneidet der Fluss derzeit einen Teil des Bogens ab und breitet sich in der Landschaft aus (Foto oben). Dort befindet sich nach Angaben des Konsortiums Grensmaas, ein grenzüberschreitender Kommunalverband, eigentlich eine Insel.

Doch jetzt häufen sich hier an einigen Stellen Schotter, Split und Grind derart, dass sich die Maas ihren eigenen Weg sucht. An anderen Stellen wurde dieser Schotter hingegen von starken Strömungen nach Ausbauarbeiten an der schiffbaren Maas und ihren Verbindungskanälen weggespült.

Bei den Arbeiten, für die etwa zwei bis drei Wochen veranschlagt werden und die diesem Umstand ein Ende bereiten sollen, werden in erster Linie die durch Erosion entstandenen Vertiefungen mit Schotter und Steinen gefüllt. Die Ausbauarbeiten an der Maas in Maastricht haben auch eine zweite negative Folge. Der Wasserspiegel senkt sich im flämischen Bereich derart, dass die Maasfischer um ihre Fischbestände fürchten.