Marc Dutroux will Opfern sein Bedauern bezeugen

Der lebenslänglich aus dem Verkehr gezogene Kinderschänder Marc Dutroux (Archivfoto) will den Opfern und den Angehörigen seiner Opfer in den nächsten Tagen und Wochen ein Schreiben zukommen lassen, in dem er den Betroffenen sein Bedauern mitteilen will. Dies sagte sein Anwalt gegenüber dem frankophonen belgischen Nachrichtenmagazin Le Vif/L’Express.

Laut Bruno Dayez, der Anwalt von Marc Dutroux, sei der Brief, den sein Mandant an seine Opfer oder deren Angehörigen richten will, keine Scheinheiligkeit. Dutroux verfasse dieses Schreiben gemeinsam mit ihm, so Dayez in Le Vif/L’Express.

Der Anwalt deutete zudem an, dass „darin Antworten auf bestimmte Fragen stehen, die sich die Familien der Opfer noch stellen.“ Dutoux wolle darin auch die Verantwortung für seine Taten übernehmen.

„Auch wenn er bestimmte Dinge anzweifelt und auch obschon er sich selbst nicht für ein Monster hält, ist er sich dessen bewusst, dass er nicht per Unglück im Gefängnis ist.“, so Dayez, der Dutroux erst seit einem Jahr vertritt.

Dayez kritisiert gegenüber Le Vif/L’Express übrigens auch die „bedauernswerten“ Umstände, in denen sein Mandant im Gefängnis leben müsse: „Eine Zelle von 9 m², aus der er nur selten rauskommt und in der er in fast völliger Isolierung lebt.“