Salmonellose bei 90 Kindern aus 30 Schulen

Das flämische Gesundheitsamt hat bestätigt, dass weit mehr Kinder von der Anfang der Woche festgestellten Lebensmittelinfektion in der Provinz Westflandern betroffen sind. Dann mussten 14 Kinder nach dem Verzehr verseuchter Schulmahlzeiten ins Krankenhaus von Tielt eingeliefert werden.

Eine Salmonellose oder auch Salmonellenenteritis ist eine von Salmonellen (Bakterien) verursachte infektiöse Gastroenteritis, die aufgrund mangelnder Hygienemaßnahmen, durch den Genuss verseuchten Trinkwassers bzw. den Verzehr infektiöser Lebensmittel hervorgerufen wird und daher auch als Lebensmittelinfektion bezeichnet werden kann. (Quelle: Wikipedia)

Schnell wurde klar, dass ein westflämisches Catering-Unternehmen für die Lebensmittelvergiftung verantwortlich war. Dieses Unternehmen beliefert Dutzende von Schulen in Westflandern mit Mahlzeiten. Am Donnerstagabend beschloss die zuständige Behörde, den Caterer aus der westflämischen Ortschaft Harelbeke vorübergehend zu schließen, um weitere Infektionen zu verhindern.

Nun stellte sich heraus, dass weit mehr Schulen als die in Pittem und Meulebeke infiziert wurden. "Betroffen sind mindestens 30 Kindergärten und Grundschulen in Südwestflandern und den angrenzenden Regionen", bestätigt Joris Moonens vom Gesundheitsamt. "Wir gehen davon aus, dass die Kinder letzten Donnerstag oder Freitag durch Schulmahlzeiten infiziert wurden.“ Etwa sechzig Kinder mussten mit den Symptomen von Salmonellose ins Krankenhaus, andere zum Hausarzt. Dreißig besorgte Eltern kontaktierten die Behörden.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Krankheitsfälle auftreten können. "Wir erwarten, dass die Zahl im Laufe des Tages noch steigen kann", sagt Moonens. Der Caterer stellt auch Mahlzeiten für soziale Einrichtungen und andere Institutionen zur Verfügung.