Verhandlungen: Bewegung bei Brussels Airlines

In die Gespräche zwischen den Piloten und dem Management bei der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines ist offenbar Bewegung gekommen. Bei den Gesprächen geht es vor allem um das Einkommen der Piloten und um die Arbeitsbedingungen. In den kommenden beiden Wochen wird auf konstruktive Verhandlungen gesetzt und vorläufig kommt es nicht zu weiteren Streiks. Beim konkurrierenden Billigflieger Ryanair hingegen drohen auch in unserem Land Arbeitskämpfe.

Nach zwei Streiktagen und zwei Verhandlungsrunden, die ohne Ergebnisse verliefen, waren die Gespräche zwischen den Piloten und der Direktion bei der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines festgefahren und auch Schlichtungsversuche durch Mitarbeiter des belgischen Wirtschaftsministeriums brachten zunächst keine Annäherungen. Doch inzwischen hat eine Pause in den Gesprächen für Bewegung vor allem bei den Gewerkschaften gesorgt.

Bis Mitte Juni laufen auf jeden Fall weitere Gespräche, so die Beteiligten. Die Gewerkschaften halten zwar in der Hinterhand ihre Streikankündigungen als Druckmittel vor, doch zur Anwendung soll diese „Verhandlungswaffe“ aber erst einmal nicht.

Die Kern- und Streitpunkte der Gespräche sind weiterhin die Gehälter und der Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben. In rund zwei Wochen wollen die Pilotengewerkschaften die Ergebnisse der Verhandlungen analysieren.

Und bei Ryanair?

Beim irischen Billigflieger Ryanair drohen in den Sommerferien Streiks. Davon könnten auch belgische Flughäfen betroffen sein. Die Gewerkschaften des Kabinenpersonals von Ryanair in Belgien, Spanien, Portugal und Italien haben ihrer Fluggesellschaft bis zum 30. Juni ein Ultimatum gestellt. Falls bis dahin ihre Forderungen nicht erfüllt werden, soll es zu Streiks und Arbeitsniederlegungen kommen.

Die Gewerkschaften fordern unter anderem, dass das Ryanair-Kabinenpersonal nicht mehr nach irischem Recht beschäftigt wird, sondern nach dem Sozial- und Arbeitsrecht des Land, in dem sie stationiert sind. Außerdem sollen den Beschäftigten mit Zeitarbeits- und Leiharbeitsverträgen besser Bedingungen geboten werden.