IS bekennt sich zum Anschlag von Lüttich

Die islamistische Terrororganisation IS hat den Anschlag von Lüttich, bei dem am Dienstag zwei Polizistinnen und ein Student von einem Freigänger erschossen wurden, für sich reklamiert. Inzwischen untersucht die Bundesstaatsanwaltschaft, ob er Amoklauf ein Terroranschlag gewesen sein könnte.

IS hat die Schießerei von Lüttich vom vergangenen Dienstag über ihre eigene „Presseagentur“ Amaq für sich reklamiert. Die Terrorgruppe meldet über ihre Propagandakanäle, dass der Täter dem Aufruf gefolgt sei, die Länder der internationalen Koalition gegen IS in Syrien und im Irak anzugreifen. Belgien gehört zu dieser Koalition und setzt von Jordanien aus F-16-Kampfbomber gegen IS-Stellungen ein.

Ob der Täter tatsächlich Verbindungen zur IS hatte, ist unklar. Doch verschiedenen Medienberichten zufolge soll er 2012 zum Islam konvertiert sein und in der Haftanstalt von Marche-en-Famenne (Prov. Luxemburg) hatte er Kontakt zu mindestens zwei bei den verschiedenen Sicherheitsdiensten einschlägig bekannten radikalen Moslems. Allerdings war der Täter beim staatlichen belgischen Koordinationszentrum für Bedrohungsanalyse (OCAD) nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft in Brüssel untersucht derzeit, ob die Tat tatsächlich ein Terrorakt war. Die Art und Weise, wie die tödliche Schießerei im Stadtzentrum von Lüttich abgelaufen sei, zeige einen „modus operandi“ auf, der dies nahelege, hieß es dazu.