Antwerpener Hafen will weiter wachsen

Der Hafen Antwerpen wird seine „operative Kapazitätsgrenze“ schneller erreichen, als bislang erwartet. Darauf weist Jacques Vandermeiren, CEO der Hafengesellschaft Antwerpen, vor dem Hintergrund einer jetzt veröffentlichten volkswirtschaftlichen Studie der belgischen Nationalenbank hin.

Die Studie hebt unter anderem hervor, dass Antwerpen inzwischen unzweideutig seine Rolle „als mit Abstand leistungsstärkster Motor“ der belgischen Volkswirtschaft bestätigt habe.

So steuerte Antwerpen rund 10,8 Mrd. EUR an direkter Wertschöpfung bei. Hinzu kämen weitere 9,4 Mrd. EUR an indirekter Wertschöpfung. Im Scheldehafen werden inzwischen gut 143.000 Arbeitnehmer gezählt, und zwar direkt und indirekt Beschäftigte. So profitiert Europas Nummer zwei nicht nur von den vielen Jobs bei den Hafen- und Logistikfirmen sowie sonstigen maritimen Dienstleistern, sondern auch von mehreren tausend Arbeitsplätzen in der Industrie, allen voran dem stark wachsenden petrochemischen Cluster.

Trotz der sich immer klarer abzeichnenden Automatisierung auch beim Hafenumschlag erwartet Vandermeiren davon keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, weil in anderen Bereichen neue Jobs entstünden. Antwerpen will in den kommenden Jahren unbedingt weiter wachsen, das jedoch „umweltgerecht“. Dazu gehöre auch der Containersektor, der im fünften Jahr in Folge wachse. Neue Terminals müssten daher schnellstmöglich gebaut werden, so der Hafenchef. (Quelle: dvz.de)