Belgien: Bald weniger Soldaten im Straßenbild

Die Zahl der Soldaten, die zur Unterstützung der Polizei neuralgische Orte in den wichtigsten belgischen Städten bewachen und die im Allgemeinen für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl sorgen sollen, soll in absehbarer Zeit von derzeit 1.800 auf 550 Militärs gesenkt werden.

Die Soldaten tauchten zuerst nach den Attentaten auf Paris Mitte November 2015 auf und nach den Attentaten auf den Nationalflughafen in Zaventem und auf eine Metrostation in Brüssel am 16. März 2016 wurde deren Zahl deutlich angehoben.

Jetzt aber soll diese Zahl nach und nach wieder abgebaut werden, wie Bundesinnenminister Jan Jambon und Bundesverteidigungsminister Steven Vandeput (beide N-VA) ihren Regierungskollegen vorgeschlagen haben. Sie sind der Ansicht, dass rund 550 Soldaten für diese Aufgaben ausreichen.

Allerdings empfahl das staatliche belgische Koordinationszentrum für Bedrohungsanalyse (OCAD) in ihrer letzten Analyse am 22. Mai, dass die Terrorwarnstufe 2 (auf einer vierstufigen Skala) vorerst beibehalten bleiben sollte.