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Belgische Unternehmen bei der WM in Russland aktiv

Nicht nur die Roten Teufel sind für Belgien ein wichtiger Faktor bei der anstehenden Fußball-WM in Russland. 11 belgische Unternehmen aus allen Landesteilen liefern Technologie für das Fußballfest selbst oder aber sie übernahmen Aufträge, die indirekt mit der Weltmeisterschaft zu tun haben. Für den belgischen Technologieverband Agoria ist die WM in Russland ein Schaufenster für die hiesige Wirtschaft.

Einiges von dem, was belgische Unternehmen zur WM in Russland beitragen, ist tatsächlich zu sehen. Zum Beispiel das berühmte „Vanishing Spray“, mit dem die Schiedsrichter ihre Linien bei Freistößen ziehen. Dieses nach 40 Sekunden verschwindende Produkt liefert „Expo line“ aus Tessenderlo in der Provinz Limburg.

In einigen Stadien, genauer in der Wolgograd Arena, in der Kazan Arena und in Nischni Nowgorod, ist ein Rasen gelegt worden, den „GassMaster Solutions by Tarkett Sports“ aus dem ostflämischen Dendermonde liefert. Diese Spielfelder bestehen zu 100 % aus Naturgras, dass mit Millionen Kunstfasern durchsetzt ist. Insgesamt werden 16 Begegnungen auf dem Rasen von GrassMaster ausgetragen.

TV-Technik aus Belgien

„NEP Belgium“ aus Rotselaer in Flämisch-Brabant liefert 130 4K-Kameras für die TV-Übertragungen. Diese Technik kommt in sechs WM-Stadien zum Einsatz und wird von 128 Mitarbeitern von „NEP Belgium“ bedient. Auch das Finale der WM in Moskau läuft über solche 4K-Kameras. Diese Kameratechnik aus Belgien wird von einem drahtlosen Intercom-System von „EVS Broadcast Equipment“ aus Seraing bei Lüttich ergänzt. Damit werden die „slow motion“-Phasen und die Wiederholungen von Spielszenen bei den Spielen eingeblendet. Tontechniker von „WNM“, ebenfalls aus Seraing, sorgen für die internationalen Signale zur Weitergabe der TV-Livebilder an die Fernsehstationen weltweit.

„Die WM ist ein prächtiges Schaufenster für unsere Unternehmen."

Agoria-CEO Marc Lambotte

Daneben lieferten belgische Firmen Bildschirme aller Art nach Russland: Großbildschirme für die Stadien, kleine Bildschirme für die Pressezentren usw. Zahllose Getränkeautomaten kommen aus unserem Land, Verkabelungen in Stadien, Gebäude im Umfeld von Stadien und Arenen und vieles mehr. Agoria-CEO Marc Lambotte teilte mit, dass diese Lieferungen und Produkte zur wirtschaftlichen Ausstrahlung unseres Landes beitragen würden: „Dies ist ein prächtiges Schaufenster für unsere Unternehmen. Die Aufträge, die belgische Firmen aus Russland erhalten haben, belaufen sich auf ein Volumen von 15 bis 20 Mio. €.“