Antwerpen: Mit Wasserbussen gegen die Verkehrsstaus

Die Antwerpener Hafenverwaltung und viele Unternehmen, die dort ihre Niederlassung haben, wollen ihren Beschäftigten empfehlen, auf dem Weg zur Arbeit auf die Wasserbusse umzusteigen und nicht mehr mit dem eigenen Auto zu fahren. Davon erhoffen sich die Initiatoren eine Entspannung der Verkehrssituation rund um die Hafenmetropole.

Der Antwerpener Hafen will in dieses Projekt 30 Mio. € investieren und schafft insgesamt sechs neue Wasserbusse an. Bisher sorgen drei solcher Schiffe für den Nahverkehr auf den Wasserwegen rund um Antwerpen. Drei der neuen Wasserbusse werden mit Elektroantrieb ausgestattet und sollen über den Albertkanal nach Antwerpen fahren. Haltestellen sollen Wijnegem und Schoten sein.

Seit 11 Monaten fährt ein Wasserbus aus Richtung Süden von Hermiksem über Kruibeke nach Antwerpen und diese Fahrten erweisen sich mit rund 1.000 Pendlern pro Tag als ein Erfolg. Ab dem kommenden Herbst kommt eine Verbindung in Richtung Norden hinzu.

Abfahrt ist der „Steen“ in der Nähe der Antwerpener Altstadt. Von dort aus fahren dann Wasserbusse mit Stopps am Sint-Annastrand, am Scheldedeich und an der Ketenislaan. Diese Verbindungen nutzen jeweils die Schelde. Diese Schiffe sollen auch vermehrt zwischen dem linken und dem rechten Scheldeufer als Fähre hin- und herfahren.

"Nachhaltige Alternative"

Elektrisch betriebene Wasserbusse sollen ab dem kommenden Jahr das Antwerpener Stadtzentrum und den Hafen in östlicher Richtung mit Wijnegem, Schoten und der Fahrradbrücke an der Ijzerlaan verbinden. Diese Wasserbusse nutzen dazu den Albertkanal und halten auch am Hafenhaus.

Antwerpens Hafenschöffe Marc Van Peel (CD&V) hat hohe Erwartungen an das Projekt, denn er will die ständig angespannte Verkehrslage in und um die Hafenmetropole entspannen, wie er gegenüber der regionalen Tageszeitung Gazet Van Antwerpen erwähnte: „Die Trajekte ermutigen die Leute dazu, das Auto zuhause zu lassen und diese nachhaltige Alternative zu nutzen.“ Besonders erfreut ihn offensichtlich die neue Ostverbindung: „Die Endstation der östlichen Linie liegt am Hafenhaus. Diese wird mit elektrischen Schiffen verbunden, für die auch eine Ladeinfrastruktur vorgesehen wird.“