Universität Gent untersucht Plastikvorkommen in der Nordsee

Seit drei Jahren untersucht die Universität Gent (UGent) den Plastikgehalt in der Nordsee, speziell in allen möglichen Lebewesen und Organismen. Bisher fanden die Wissenschaftler in allen Organismen, die sie analysierten Mikroplastik. Die Uni stellt ihre vorläufigen Ergebnisse aus Anlass der Aktion „Monat Mai, plastikfrei“ vor, eine Aktion, die die Bevölkerung auf das Thema Plastikabfall aufmerksam machen sollte.

Der Weg zu einer plastikfreien Gesellschaft ist noch weit, wie inzwischen immer deutlicher wird. Dies belegen auch die ersten und vorläufigen Resultate einer entsprechenden und seit gut drei Jahren geführten Untersuchung des Instituts für Meeresbiologie an der UGent.

Die Wissenschaftler fanden mikroskopisch kleine Plastikteilchen in so ziemlich jedem Wassertier oder maritimen Organismus aus der Nordsee, den sie analysierten. Das ging von Schalentieren, wie Muscheln, über Würmer oder Seesterne bis hin zu Fischen.

Brecht Vanhove, einer der Forscher des Genter Instituts für Meeresbiologie, sagte dazu gegenüber VRT NWS: „Bei unseren Untersuchungen haben wir sowohl bei Bodentieren, als auch bei Fischen und in Wasserproben aus der Nordsee Plastik gefunden. Das ist wohl ein Zeichen dafür, dass Plastik allgegenwärtig ist und für unser gesamtes Ökosystem ein Problem bilden kann.“