AFP

Belgien hat jetzt Sitz im UN-Sicherheitsrat

Ab 2019 werden Belgien und Deutschland einen Sitz im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen inne haben. Sie sind als nicht-ständige Mitglieder in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden.

In der Abstimmung der UN-Vollversammlung in New York erhielt Belgien 181 von 193 möglichen Stimmen. Deutschland erhielt die Unterstützung von 184 Ländern. Insgesamt wurden fünf Sitze neu vergeben. Neben Deutschland und Belgien erhalten auch Indonesien, Südafrika und die Dominikanische Republik einen Sitz. Die fünf Sitze werden frei, weil Schweden und die Niederlande sowie Äthiopien, Bolivien und Kasachstan zum Jahresende ausscheiden.

Belgien hat also mehr als die geforderte Zweidrittel Mehrheit hinter sich vereinen können. Von den 193 Mitgliedstaaten waren 190 anwesend. Zwei Länder enthielten sich, so dass Belgien 126 Stimmen brauchte. Letztlich stimmten 181 Länder dafür,  Belgien für die kommenden zwei Jahre in das mächtigste Gremium der Weltorganisation aufzunehmen. Der Abstimmung ging eine intensive Lobbyarbeit der belgischen Regierung voraus.

Marc Pecsteen, der ehemalige Kabinettschef von Außenminister Didier Reynders, wird Belgien vertreten.      

Für Premier Charles Michel, "ist dieses schöne Ergebnis die Belohnung für vier Jahre diplomatischer Anstrengungen auf allen Ebenen." Diese Wahl ist eine Anerkennung “der Glaubwürdigkeit, der Effizienz und der Professionalität unserer Diplomatie, die es geschafft hat, nicht weniger als 181 Mitglieder hinter sich zu bringen", so Michel auch noch.

Belgien will sich in den nächsten beiden Jahren vor allem für den Schutz der Zivilbevölkerung und die Auswirkung der Konflikte auf Kinder einsetzen sowie für die Rolle der Frauen bei der Prävention und der Konfliktverhütung. Weitere Themen, auf die Belgien Wert legt, sind die Einhaltung des internationalen humanitären Völkerrechts, der Kampf gegen Straffreiheit, gegen Terrorismus und Extremismus, Abrüstung und das Verbot von Chemiewaffen sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die internationale Sicherheit.