Geburtenrückgang in Flandern: 2017 niedrigste Zahl seit 12 Jahren

Im belgischen Bundesland Flandern sind im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben 65.308 Kinder zur Welt gekommen. Das ist die niedrigste Geburtenzahl seit 2005, wie der Verband Kind und Familie dazu angibt. Zum ersten Mal kamen auch weniger Kinder bei Müttern zwischen 25 und 30 zur Welt als bei Müttern zwischen 30 und 35 Jahren.

Rund 65.300 Geburten von Kindern, die in Flandern ihre Adresse haben registrierte Kind und Familie im vergangenen Jahr statistisch gesehen. Das waren knapp 1.500 weniger Geburten als 2016. Bis 2010 verzeichnete Flandern noch ein kleines Geburtenhoch, doch seit dem sanken die Zahlen leicht aber kontinuierlich.

Verschiedene Gründe

Effektive Gründe können die Statistiker und Soziologen bei Kind und Familie zu dieser Entwicklung nicht nennen, doch der Verband sieht mehrere mögliche Erklärungen: Weniger Schulbildung, weniger stabile Beziehungen (Ehen oder Partnerschaften), Sorgen um Arbeitsplatz oder/und Einkommen usw.

Verschiedene Nationalitäten

Im Gegensatz zu den sinkenden Geburtenzahlen steigt aber die Diversität bei der Bevölkerung im belgischen Bundesland Flandern. Laut Kind und Familie hatten 28,1 % der 2017 hier zur Welt gekommenen Kinder eine Mutter, die nicht über die belgische Staatsangehörigkeit verfügte. Das ist ein Anstieg um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt handelt es sich dabei um Frauen aus 170 verschiedenen Nationen. Die meisten davon waren Marokkanerinnen, danach folgen Niederländerinnen und Türkinnen.