De Crem: "Gründet eine Art Wirtschafts-Nato!"

Die Importzölle von Trump könnten Belgien 3 bis 4 Milliarden Euro kosten, gibt der Staatssekretär für Außenhandel, Pieter De Crem (CD&V) (Foto), in der VRT-Polittalkshow "De zevende dag" an diesem Sonntag zu bedenken. Gleichzeitig erklärt De Crem, wie wir uns am besten gegen einen solchen ökonomischen Nationalismus wehren könnten.

"Zieht Donald Trump seine Strafzölle auf Stahl und Aluminium weiter durch, bedeutet das ein Verlust von 3 bis 4 Milliarden Euro für uns", sagte De Crem am Sonntag in der VRT. Trump werde wohl seine nationalistischen  Versprechen seinen Wählern gegenüber einlösen, befürchtet De Crem - "egal wie verhängnisvoll das für die Weltwirtschaft ist.”

Andere Handelsabkommen mit unter anderem Kanada und Japan seien deshalb umso wichtiger. Diversifizierung lautet das Zauberwort. Doch könne man wohl kaum leugnen, dass man in eine Zeit ökonomischen Nationalismus geschlittert sei, gegen den wir uns auf europäischer Ebene versuchen sollten, zu wehren.

Wie das geschehen soll, erklärte De Crem auch noch: Er schlägt eine Art "Wirtschafts-Nato" vor. "Machen Sie das zwischen der Europäischen Union – einem Markt aus 500 Millionen Konsumenten – und den drei stärksten Volkswirtschaften in der NAFTA (dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen, Red.!), Kanada, Mexiko und den VS. Das ergibt zusammen ein Sektor von 1,2 bis 1,3 Milliarden Menschen, die sehr hohe Normen für Herstellung und Verbraucher verlangen. Dann werden die anderen Länder nachziehen müssen", so De Crem.

Präsidenten kommen und gehen, die Beziehungen bleiben bestehen.

Auf die Frage, ob das dann auch in Abstimmung mit Trump erfolgen sollte?, antwortete De Crem: "Bis 2020 wird das wohl noch mit Trump passieren müssen, danach werden wir schon sehen."

De Crem macht sich keine Sorgen: "Präsidenten kommen und gehen, die Beziehungen bleiben bestehen."