Bahngewerkschaften drohen mit Protesten am 22., 23. und 28. Juni

Die unabhängige Eisenbahnergewerkschaft  (OVS) hat einen 24-stündigen Streik des Bahnpersonals angekündigt. Beginn ist der 27. Juni um 22 Uhr.  Die Gewerkschaft der Lokführer (ASTB) meldete wiederum einen 48-Stundenstreik für Freitag, 22. Juni, ab 3 Uhr morgens an.

Die OVS will nach eigenen Angaben gegen einen Vorschlag zur Neubewertung des Zugführerpersonals demonstrieren. Das Datum sei laut OVS "bewusst ausgewählt worden, um die Studenten in der Prüfungsperiode so gut es geht, zu schonen". Danach folgen wahrscheinlich weitere Aktionen.

In einem Unterausschuss vom 6. Juni wurde ein Vorschlag zur Neubewertung der Zugführer durchgedrückt. Dieser Vorschlag sei von einer Mehrheit des betroffenen Personals vom Tisch geschmettert worden, heißt es bei der OVS. Die Gewerkschaft fordert die Rücknahme dieses Vorschlags und die Neuaufnahme von Verhandlungen. Die sollen dann zu einem Vorschlag führen, der von der Mehrheit der Zugführer getragen wird.

ASTB-Mitglieder legen Arbeit für 48 Stunden nieder

Auch die Lokführergewerkschaft ASTB ist verärgert. "Wir haben eine Streikankündigung eingereicht. Der Protest beginnt am Freitag, 22. Juni um 3 Uhr morgens", betont Bert Weetjes von der ASTB gegnüber VRT NWS. "Der Protest geht bis Sonntag, 24. Juni um 3 Uhr morgens."

Der Grund dafür, dass beide Gewerkschaften zu verschiedenen Zeitpunkten Protestaktionen durchführen, hängt mit Verfahrensfragen zusammen. "Zwischen einer Ankündigung und dem tatsächlichen Streikdatum müssen 8 Tage liegen", so Weetjes noch. "Wir haben unsere Ankündigung schon am Freitag erledigt und sie (die OVS, Red.!) haben das offenbar erst heute gemacht." Protestaktionen mit versetzten Kampfgruppen? "Leider ja", gibt Bert Weetjes zu.

Wie groß die Auswirkungen letztlich sein werden, ist noch nicht abzuschätzen.