Ermittlungsverfahren gegen die Große Moschee Brüssel

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Große Moschee eröffnet. Unter anderem soll herausgefunden werden, ob in der Moschee bei Predigten auch Rassismus und Diskriminierung propagiert wird. Nicht zuletzt läutete das staatliche belgische Koordinationszentrum für Bedrohungsanalyse (OCAD) schon mehrmals die Alarmglocken zu dem, was in der Moschee vorgehen soll.

Das OCAD hatte nach entsprechenden Analysen bereits mehrmals angedeutet, dass in der Großen Moschee von Brüssel bedenkliche Äußerungen gemacht werden. Anfang Mai kam zum Beispiel ans Tageslicht, dass dort bei der Ausbildung von Imamen aus Handbüchern gelehrt wird, die salafistisch sind und die zum Dschihad, also zum Heiligen Krieg aufrufen.

Das Koordinationszentrum für Bedrohungsanalyse warnt schon länger davor, dass der Salafismus den gemäßigten Islam in unserem Land verdrängt. Daran soll auch die Moschee nicht ganz unschuldig sein. Inzwischen ermittelt die Brüsseler Staatsanwaltschaft gegen die Führung der Moschee in Zusammenhang mit rassistischen und diskriminierenden Inhalten, wie Bundesjustizminister im parlamentarischen Justizausschuss bekanntgab.

„Wir können solche Praktiken in unserem Land nicht tolerieren.“

Peter De Rover, N-VA

Peter De Rover, der Fraktionsführer der flämischen Nationaldemokraten im belgischen Bundesparlament, zeigte sich zufrieden darüber, dass in dieser Hinsicht Ermittlungen erfolgen: „Ich stelle mit nur die Frage, warum hierzu auf die Analyse von OCAD gewartet wurde. Die Bücher, um die es sich hier handelt, sind schon seit den 1980er Jahren in Umlauf. Diese Informationen mögen schockieren, doch neu sind sie nicht. Wir können solche Praktiken in unserem Land nicht tolerieren.“