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Flandern recycelt nur rund 65 % aller Metallverpackungen

Im belgischen Bundesland Flandern werden derzeit nur 65,64 % aller Verpackungen aus Metall der Wiederverwendung zugeführt. Dies ist aus einer Untersuchung des Fachverbandes Recover ersichtlich. Das bedeutet, dass bis zu einem Drittel aller Dosen und anderer Metallverpackungen nicht recycelt wird.

Studenten der Universität Löwen (KU Leuven) untersuchten im Auftrag von Recover, einem Kooperationsverband der flämischen Kommunen, und dem Verband der flämischen Städte und Gemeinden (VVSG), in wie fern die Metallverpackungen, die im Land auf dem Markt kommen, verarbeitet oder einfach nur in den Müll geworfen werden.

Diese Zahlen verglichen die Studenten mit dem effektiven Wiederverwertungswert für Metallverpackungen, den die Landesabfallgesellschaften verarbeiten. Die Ergebnisse sind ernüchternd, denn die Abfallgesellschaft Fost Plus gab an, alles, was sie erreicht, zu 100 % der Wiederverwertung zuzuführen.

Was mit dem übrigbleibenden Drittel passiert, bleibt im Dunkeln. In den Müllverbrennungsanlagen ladet dieser Metallabfall jedenfalls nicht, denn dort wird er detektiert. Vermutlich bleiben tonnenweise Dosen und Büchsen einfach irgendwo als wilder Müll liegen, was beunruhigend ist, sagte Christof Delatter vom Verband der flämischen Städte und Gemeinden gegenüber VRT NWS: „Auf diese Frage haben wir auch keine Antwort. Wir sind auch von dem Umfang überrascht…“