Endlich Geld für die Hinterbliebenen von ungelösten Mordfällen

Die belgische Regierung einigte sich auf einen Gesetzesentwurf des christdemokratischen Justizministers Koen Geens (Foto, unten), dass es bei so genannten „Cold Cases“, also Mordfällen, bei den nach einem Jahrzehnt noch kein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte, den Hinterbliebenen doch eine finanzielle Unterstützung auszuzahlen.

 

Wenn ein Verbrechen nach zehnjährigen Ermittlungen noch immer nicht aufgeklärt ist, dann können Angehörige trotzdem in Zukunft einen Antrag bei der Kommission für Opferhilfe stellen. Ein Musterbeispiel für einen solchen Fall ist die „Brabant-Mörderbande“ (Foto oben, Fahndungsbild).

Allerdings kann es auch dann noch bis zu zwei Jahre dauern, bis es tatsächlich eine Finanzhilfe gibt, wie ein Vertreter der Kommission für Opferhilfe der VRT-Nachrichtenredaktion mitteilte. Schuld ist hieran die Unterbesetzung der Behörde.

Die Kommission kann bis zu 125 000 EUR als außerordentliche Hilfe bei vorsätzlichen Gewalttaten bereitstellen. Voraussetzung ist, dass seit der Tat mehr als zehn Jahre vergangen sind.