Flamen und Wallonen wissen die Brabançonne beim Sport zu schätzen

Zwei Drittel der Belgier befürworten die Brabançonne bei großen Sportveranstaltungen wie der Fußballweltmeisterschaft, ergab eine Umfrage der Brüsseler  Universitäte VUB unter 1.600 Personen. Die Nationalhymne wird unter diesen Umständen sowohl im Norden als auch im Süden Belgiens sehr geschätzt. Die Hälfte der Bevölkerung ist auch stolzer, wenn der Athlet aus der eigenen Sprachgemeinschaft kommt.

Die Forschungsgruppe Sport & Gesellschaft der Universität befragte die belgischen Bürger zu den gesellschaftlichen Auswirkungen des Spitzensports.

Die belgische Nationalhymne Brabançonne ermöglicht einen Moment der nationalen Einheit in Belgien, so 64% der befragten Flamen und 70% der Wallonen. Eine olympische Medaille oder ein Sieg bei einer Weltmeisterschaft weckt auch bei 80% der Flamen und 73% der Wallonen Stolz.

Fast zwei Drittel der Belgier (62%) geben an, sehr stolz auf die belgischen Teilnehmer bei den vergangenen Olympischen Spiele und die Leistungen der Roten Teufel zu sein. Insgesamt messen 65% dem Erfolg im Hochleistungssport große Bedeutung bei, mehr als den Leistungen in Kunst und Literatur, aber weniger als in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft.

Die belgische Nationalhymne Brabançonne ermöglicht einen Moment der nationalen Einheit 

Den größten Erfolg erwarten die Belgier auch im Fußball (22%), gefolgt von Leichtathletik (11%), Tennis und Radrennen (jeweils 8%) und Motorsport (4%).

Der Studie zufolge ist auch die Hälfte der Bevölkerung stolzer, wenn der Athlet aus seiner eigenen Sprachgemeinschaft kommt. "Dieses Phänomen lässt sich im Wesentlichen durch die einfache Tatsache erklären, dass Menschen Athleten oder Teams ermutigen, mit denen sie eine bestimmte Beziehung empfinden oder etwas gemeinsam haben", analysieren die Forscher.