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Tourismus zieht wieder stark an, auch in Brüssel

Mehr als 16 Millionen in- und ausländische Touristen haben 2017 rund 38,6 Millionen Nächte in Belgien verbracht. Mit dieser Rekordzahl ist der Rückstand nach den Anschlägen vom März 2016 vollständig ausgeglichen. Das geht aus Zahlen des belgischen Statistikamtes Statbel hervor. 

2016 war ein schwieriges Jahr für den Tourismus. Die Zahl der Übernachtungen bewegte sich monatelang unter dem Niveau von 2015. Das war eine der Folgen der Anschläge vom 22 März 2016 am Brüsseler Flughafen und im Brüsseler Europaviertel. Erst gegen Ende 2016 zog der Tourismus wieder langsam an.

Und dieser Trend setzte sich 2017 weiter fort. Er brachte sogar neue Rekordzahlen. Die Zahl der Übernachtungen erreichte schließlich 5 Prozent mehr als 2016 und 1 Prozent mehr als 2015.

Die größte Zunahme wurde in der Region Brüssel verzeichnet (+ 22 Prozent), aber diese Region hatte 2016 auch die größten Einbußen. Im Vergleich zu 2015 lag die Zahl der touristischen Übernachtungen in der Region Brüssel allerdings noch immer 2 Prozent niedriger. In der Region Flandern waren es 3 Prozent mehr Übernachtungen als 2016 und die wallonische Region schnitt mit 1 Prozent besser ab.

63 Prozent der touristischen Übernachtungen gehen auf Flandern. Diese betreffen nicht nur "echte" Ferienübernachtungen, sondern auch Übernachtungen im Rahmen von Kongressen und Seminaren.

Rund die Hälfte der Übernachtungen wurde von Belgiern gebucht. Die größte Gruppe ausländischer Touristen waren Niederländer. Sie erreichten fast die 5-Millionen-Marke. Danach folgten Franzosen (2,5 Millionen Übernachtungen), Deutsche (2,4 Millionen) und Briten (1,8 Millionen).

Die Hälfte aller touristischen Übernachtungen in Belgien wurden in Hotels gebucht (49 Prozent). 16 Prozent gingen auf Ferienwohnungen, 14 Prozent auf Ferienparks  und 11 Prozent auf Jugendherbergen.