Migrant stirbt in seinem Versteck unter dem Bus

In der Brüsseler Gemeinde Sint-Agatha-Berchem ist in der Nacht zu diesem Dienstag ein Migrant gestorben, der nach England reisen wollte. Der 20-jährige Mann aus Guinea hatte sich unter einem Touristenbus versteckt, wurde aber von der Hydraulik zerquetscht. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

"Der Bus mit den Fahrgästen war gegen Mitternacht am Nordbahnhof abgefahren und hatte England zum Ziel", sagt Johan Berckmans von der Polizeizone Westbrüssel. Ein Autofahrer, der zwei Füße unter dem Bus herausbaumeln sah, gab dem Busfahrer ein Zeichen. Letzterer hielt den Bus an.

"Durch das Abschalten des Motors hat sich die Hydraulik gesenkt. Dadurch wurde der Mann, der sich unter dem Bus versteckt hatte, vermutlich zerquetscht“, erklärt der Polizist. "Die Notdienste haben noch versucht, den Mann zu retten, aber er ist seinen Verletzungen erlegen."

Das Opfer ist ein 20-jähriger Mann aus Guinea, der ein Aufforderungsschreiben zum Verlassen des Landes bei sich hatte. Er wollte vermutlich illegal unter dem Bus nach England reisen. Das Gericht wird noch eine Autopsie durchführen lassen.  Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, doch alles weist auf einen Unfall hin.