Belga

Prinzessin Astrid mit über 100 Unternehmen in Südamerika

Während Belgien im Fußball-WM-Fieber taumelt, ist Prinzessin Astrid am Samstag mit vier Ministern, zwei Staatssekretären und mehr als 100 Firmenchefs zu einer einwöchigen Handelsmission nach Südamerika aufgebrochen. Die Delegation will in Argentinien und Uruguay Kontakte knüpfen und Geschäfte abschließen.

137 Vertreter von knapp 100 Firmen reisen mit Prinzessin Astrid, der Schwester von König Philippe, nach Südamerika. Zwei Mal im Jahr ist die Prinzessin mit einer Wirtschaftsdelegation unterwegs. Politische Vertreter der verschiedenen Landesteile  sind auch mitgeflogen. Die erste Delegation dieses Jahres geht also nach Südamerika: Zunächst in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, danach nach Montevideo in Uruguay.

Das letzte Mal, als eine Prinzendelegation aus Belgien in diese Länder reiste, war 2008 unter Philippe, damals noch Prinz.

Im Schlepptau hat Prinzessin Astrid übrigens auch Belgiens Außenminister Didier Reynders, Wirtschaftsminister Kris Peeters, den Staatssekretär für Außenhandel, Pieter De Crem, den flämischen Wirtschaftsminister, Philippe Muyters, den wallonischen Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet und die Brüsseler Staatssekretärin für Außenhandel, Cécile Jodogne. Sie werden auf verschiedene Politiker vor Ort treffen, sind aber auch mitgekommen, um den belgischen Betrieben, die in Südamerika Geschäfte machen wollen, Tür und Tor zu öffnen.

Die mitreisenden Unternehmen gehören verschiedenen Sektoren an. Der Fokus liegt unter anderem auf dem Pharma- und Chemiebereich, auf der Infrastruktur, der Agroindustrie und dem audiovisuellen Sektor. Einige der größten belgischen Unternehmen wie die Baggerfirmen Jan De Nul und Deme sind Teil der Delegation. Doch auch Vertreter kleinerer Unternehmen und der Hafenbetriebe von Gent und Antwerpen sind mitgeflogen.

Nach Auffassung von Claire Tillekaerts von der flämischen Exportagentur Flanders Investment & Trade sei die Zeit für viele Unternehmen nun reif, um sich in Argentinien und Uruguay geschäftlich umzusehen. "Die Europäische Union und Mercosur (ein südamerikanischer Handelsraum: “Gemeinsamer Markt Südamerikas“, Red.!) arbeiten an einem Freihandelsabkommen. Hierfür will man doch bereitstehen", betont Tillekaerts. Überdies sind die Wachstumserwartungen in beiden Ländern vielversprechend.