Bahnstreik am 28. Juni "nicht mehr abzuwenden"

Die sozialistische Eisenbahnergewerkschaft ACOD Spoor teilte am Donnerstag mit, dass der für die kommende Woche angekündigte Bahnstreik durchgezogen werde. Das bedeutet, dass die ACOD am kommenden Donnerstag, den 28. Juni, ab 22 Uhr für 48 Stunden die Arbeit niederlegen. Hintergrund für diesen Streik ist die Diskussion um die anstehende Rentenreform in Belgien.

Die ACOD Spoor ist der Ansicht, dass die Arbeit der Eisenbahner im Zuge der Rentenreform als „schwerer Beruf“ anzusehen ist. Von der Tatsache, ob ein Beruf als „schwer“ anerkannt wird, hängt im Rentenplan der belgischen Mitte-Rechts-Regierung das Rentenalter ab.

Dieser Streik ist übrigens in einer weiteren Hinsicht beachtenswert, ist er doch ein Testfall für die gerade erst geltende Mindestdienstleistung bei Unternehmen der öffentlichen Hand in Belgien bei Arbeitsniederlegungen.

Das bedeutet, dass alle der Gewerkschaft ACOD Spoor angeschlossenen Eisenbahner bis zum kommenden Montag verbindlich angeben müssen, ob sie an der Arbeitsniederlegung teilnehmen oder nicht.

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB wird dann mit den Bahnarbeitern, die nicht in den Streik getreten sind, einen alternativen Mindestfahrplan aufstellen, um doch einen Bahnverkehr gewährleisten zu können.