Prostituiertenmord: 17 Jahre alter Verdächtiger gesteht die Tat

Der erst 17 Jahre alte Jugendliche, der als Tatverdächtiger im Fall der vor rund zwei Wochen ermordeten Prostituierten im Brüsseler Stadtteil Sint-Joost-ten-Noode festgenommen wurde, hat die Tat gestanden. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der Tatverdächtige bereits ein umfangreiches Strafregister vorweisen kann.

Ein Jugendrichter ordnete die Unterbringung des 17 Jahre alten Verdächtigen in einer Jugendhaftanstalt an. Der polizeibekannte Jugendliche wurde bereits am Mittwoch aufgrund der Auswertung von Kamerabildern von den Ermittlern festgenommen. Der junge Mann hat bereits eine beeindruckende Polizeiakte aufzuweisen, in der es unter anderem um gewalttätige Raubüberfälle und um schwere Einbrüche geht.

Vor etwa zwei Wochen war eine 23 Jahre alte Prostituierte aus Nigeria in Rotlichtviertel von Sint-Joost-ten-Noode in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs tot aufgefunden worden. Die junge Frau war mit mehreren Messerstichen ums Leben gebracht worden. Nach Aussagen des Verdächtigen bei seinem Verhör soll es zu den Messerstichen nach einer heftigen Diskussion über den Preis der sexuellen Dienstleistung gekommen sein.

Der Tod der jungen afrikanischen Prostituierten hatte in den Brüsseler Rotlichtvierteln am Nordbahnhof für Aufsehen gesorgt. Aus Solidarität mit dem Opfer hatten viele der Prostituierten im Nordviertel, wo sich die Bordelle in den aneinander grenzenden Ortsteilen Schaarbeek und Sint-Joost-ten-Noode befinden, einen Tag lang gestreikt. Bei entsprechenden Protesten der Sexarbeiterinnen wurde unter anderem die Unsicherheit in diesen Vierteln beklagt.