Brexit: Belgiens Unternehmer fordern mehr EU-Engagement

Der Verband der Belgischen Unternehmer (VBO) ist der Ansicht, dass die Politiker in unserem Land mehr dazu beitragen sollten, dass die europäische Integration besser gelingen kann, bzw. dass ihr wieder neues Leben eingehaucht wird. VBO-Chef Pieter Timmermans (Foto) denkt dabei auch an die Zeit nach dem britischen Ausstieg aus der Europäischen Union.

VBO-Manager Pieter Timmermans hofft, dass es bald zu mehr Klarheit bezüglich einer Übergangsphase in Sachen Brexit kommt, denn nach Ansicht seines Unternehmerverbandes müsse der Handel mit Großbritannien auch nach dem Brexit weiter so problemlos wie möglich weiterlaufen können. Für Timmermans müsste der Brexit ein „wake-upcall“ für die Politik in Belgien sein und nicht nur dort, sondern auch für ganz Europa und für die europäischen Wirtschaftsbosse.

„Von allen EU-Mitgliedsstaaten befindet sich Belgien in der Spitzengruppe der Länder, die am schwersten vom Brexit betroffen sind.“

Pieter Timmermans, VBO

„Sie müssen den Mut haben, sich die Frage stellen, wie es soweit kommen konnte. Und sie müssen etwas tun, um die europäische Integration wieder aufzubauen“, so Pieter Timmermans. Belgien ist eines der am härtesten vom Brexit betroffenen Länder, sagte der VBO-Manager gegenüber Trends, dem Wirtschaftsmagazin des Nachrichtenmagazins Knack: „Von allen EU-Mitgliedsstaaten befindet sich Belgien in der Spitzengruppe der Länder, die am schwersten vom Brexit betroffen sind.“

Großbritannien ist mit 9 % des belgischen Ausfuhrvolumens der wichtigste Kunde für den Export unseres Landes. „Für die belgischen Unternehmen ist von besonderer Wichtigkeit, dass wir eine so weitgehend wie mögliche Partnerschaft in Sachen Warenaustausch und Dienstleistungen mit den Briten behalten. Dabei soll das gute Funktionieren des internen Markts garantiert bleibt“, so Pieter Timmermans.