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Pairi Daiza will fast ausgestorbenen Spix-Ara retten

Im Tierpark Pairi Daiza in Brugelette (Hennegau) ist ein "Memorandum of Understanding" für ein Entwicklungsprogramm zur Rettung des Spix-Ara unterschrieben worden. Der Spix-Ara, auch bekannt unter dem Namen Kleiner Blauer Ara, ist ein blauer Papagei, der in freier Natur offiziell ausgestorben ist. Pairi Daiza wird eine wichtige Rolle bei der Wiedereinführung des Vogels in die freie Natur spielen. 

Der Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) lebte einst in Brasilien im Bundesstaat Bahia und angrenzenden Regionen. Seit 2000 kommt der Spix-Ara offiziell nicht mehr in freier Wildbahn vor. Ein Dutzend dieser Vögel leben noch in Gefangenschaft, u.a. in Berlin, in Brasilien und in Singapur. Künftig können sie also auch im Tierpark Pairi Daiza beswundert werden. Dort werden vier Aras einziehen. Bis vor kurzem bekamen Tierfreunde diese Vögel nur in Singapur zu Gesicht.

Das Los der Papageien, die durch den Comicfilm Rio bekannt wurden, liegt in den Händen der Stiftung ACTP, der Association for the Conservation of Threatened Parrots (Verband für den Erhalt bedrohter Papageien). Ziel ist es, dass der Vogel so schnell wie möglich wieder in freier Wildbahn leben kann. Hierfür werden Zucht- und Tierschutzzentren, u.a. im Jardin des Mondes im Pairi Daizi, eingerichtet. Dort wird der Spix-Ara von Experten betreut und soll sich der Papagei fortpflanzen. Das Zentrum im Hennegau wird das zweitgrößte der Welt. Das größte befindet sich in Berlin. 

In Brasilien soll ein Naturreservat für die Tiere eingerichtet werden. Die ersten  Spix-Aras werden also in Gefangenschaft gezüchtet und 2019/2020 freigelassen. In der freien Natur sollen sie sich dann weitervermehren. Hat das Projekt Erfolg, ist das eine Weltpremiere. Es wäre das erste Mal, dass eine in freier Natur ausgestorbene Tierart erneut in freier Wildbahn eingeführt wird.

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