Frische Lebensmittel: Aldi und Lidl wachsen weiter in Belgien

Die beiden deutschen Discounterketten Aldi und Lidl sind am Markt in Belgien weiter auf dem Vormarsch. Nach einer Untersuchung des Flämischen Zentrums für Fischerei- und Agrarmarketing (VLAM) lag der Marktanteil dieser beiden Gruppen im Bereich der alltäglichen Konsumgüter im vergangenen Jahr bei 20,6 %, rund 5 % mehr als noch vor 10 Jahren. In Brüssel investiert Aldi jetzt auch in Immobilien.

Laut VLAM ergab eine Untersuchung bei fünftausend Privathaushalten, dass die Belgier 2017 für Lebensmittel, Getränke, Haushalts- und Hygieneprodukte 25,8 Mia. € ausgegeben haben. Das sind 0,5 % weniger als im Jahr davor. 11,2 Mia. € gaben die belgischen Verbraucher alleine an frischen Lebensmitteln aus, was genau so viel ist, wie 2016.

Frische Lebensmittel kaufen die belgischen Konsumenten nach wie vor am liebsten in den klassischen Super- oder Hypermärkten. Hier liegt der Marktanteil bei 45 %. Die deutschen Discounter Lidl und Aldi haben zum ersten Mal überhaupt in diesem Bereich einen Anteil von einem Fünftel dieses heiß umkämpften Marktes, wie VLAM dazu herausfand. Mit 20,6 % Marktanteil konnten die Supermarktketten ihre Aktivitäten in Belgien innerhalb von nur 10 Jahren um 5 % steigern.

Aldi in Belgien auch am Brüsseler Immobilienmarkt aktiv

Die deutsche Supermarktkette Aldi will bis 2020 bis zu 40 Mio. € in neun Immobilienprojekte in der belgischen Hauptstadt Brüssel investieren. Seit 2010 steckte der Discounter bereits etwa 30 Mio. € in die Modernisierung seiner Brüsseler Filialen. Jetzt allerdings geht die Gruppe einen Schritt weiter und will auch in Appartements im Bereich der Ladenlokale investieren und in wirtschaftliche und ökologische Infrastruktur, wie Gartenanlagen auf Kaufhausdächern oder Solaranlagen auf Geschäftsflächen bzw. auf den Dächern von eigenen Immobilien.

Aldi Belgien-Sprecher Dieter Snoek sagte dazu gegenüber den Medien, dass man hier kreativ vorgehen wolle: „Der Mehrwert ist, dass wir mit den zuständigen Behörden in den Dialog gehen, um gemeinsam zu einem passenden Projekt zu kommen. Der freistehende Supermarkt an einer Landstraße ist unser Standardgeschäft, doch an unsere Brüsseler Filialen gehen wir kreativ heran.“

BELGA/VERGULT