Belgien nimmt 15 Flüchtlinge der "Lifeline" auf

Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Theo Francken (N-VA), hat angekündigt, dass unser Land 15 Flüchtlinge, die am Mittwoch auf dem Schiff „Lifeline“ in Malta angekommen sind, aufnehmen wird. Belgien sei ein loyaler EU-Partner und werde Malta in dieser Hinsicht unterstützen, so Francken.

Das Flüchtlingsschiff „Lifeline“ lag tagelang im Mittelmeer vor Anker, weil kein angrenzendes EU-Land zulassen wollte, dass es in einem ihrer Häfen anlegen durfte. Letztendlich aber erlaubte Malta dem Schiff, anzulegen. Das Land will aber die „Lifeline“ beschlagnahmen und gegen die Besatzung juristisch vorgehen.

Insgesamt haben acht EU-Länder angekündigt, einige der 200 an Bord befindlichen Flüchtlinge aufzunehmen. Maltas Regierungschef Muscat hatte zur Bedingung für die Zulassung, die „Lifeline“ einlaufen zu lassen, gefordert, dass Mitgliedsländer der Europäischen Union Flüchtlinge von dem Schiff aufnehmen.

Neben Belgien nehmen Malta selbst, Frankreich, Italien, Portugal, Irland, Luxemburg und die Niederlande „Lifeline“-Flüchtlinge auf. Asylstaatssekretär Francken betonte in diesem Zusammenhang allerdings, dass es sich bei dieser Aktion um eine einmalige „ad hoc-Aktion“ handele.

Zwei von drei Flamen stehen hinter Franckens Asylpolitik

Laut einer Umfrage, die die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad in Auftrag gegeben hat, stehen zwei von drei Flamen hinter der Asylpolitik von Belgiens Asylstaatssekretär Francken. Seine Haltung, Auffangzentren für Flüchtlinge außerhalb der EU-Binnengrenzen zu errichten, findet nicht nur in der EU Anklang, sondern auch in weiten Teilen der Bevölkerung. Am Donnerstag und Freitag findet in Brüssel der Migrationsgipfel der EU-Staats- und Regierungschefs statt.